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          Ablauf für Zuchtwertprüfungen im AVD e.V.

ZWP1

 

Zuchtwertprüfung I          
Ruhelage:            
Personen-Gruppe          
Personen-Kreis          
Schüsse (9mm) 2x          
Schirm            
Vorhang            
Umwelttest (vom Prüfungsleiter frei wählbar)      
Reizlage (Schutzdienst):          
(Der Hundeführer kann wählen ob der Scheintäter nur einen Schutzärmel oder einen vollen
Schutzanzug trägt. In Ausnahmefälle bestimmt der Prüfungsleiter).    
Überfall            
Der Hundeführer führt den angeleinten Hund auf ein, zuvor angewiesenes, Versteck zu.
Der mit einem biegsamen Stock ausgestattete Scheintäter eilt aus dem Versteck seitlich am
Hund vorbei. Dieser Überfall erfolgt wenn der Hund ca. 3 Meter vor dem Versteck ist. Der
Scheintäter geht nicht direkt gegen den Hund, sondern nimmt ihn sportlich an. Der  
Scheintäter darf akustische Vertreibungslaute von sich geben. Nach dem Einbiss folgen zwei
kontrollierte und verzögerte Belastungen auf die unempfindlichen Muskelpartien des Hundes.
Wenn der Scheintäter einen Schutzärmel trägt kann er dem Hund überlassen werden.
Der Hundeführer darf seinen Hund durchgehend loben.      
Mutprobe            
Der Scheintäter flüchtet über große Distanz.      
Auf Weisung des Leistungsrichters schickt der Hundeführer den unangeleinten Hund dem
Scheintäter hinterher. Auf Anweisung des Prüfungsleiters macht der Scheintäter kehrt und
läuft dem Hund entgegen. Der Scheintäter bremst vor Kontakt mit dem Hund ab und nimmt
ihn sportlich an. Der Scheintäter darf akustische Vertreibungslaute von sich geben. Nach dem
Einbiss folgen zwei kontrollierte und verzögerte Belastungen auf die unempfindlichen
Muskelpartien des Hundes.        
Erst auf Anweisung des Prüfungsleiters darf der Hundeführer dem Hund folgen und ihn
anleinen. Wenn der Scheintäter einen Schutzärmel trägt kann er dem Hund überlassen
werden.            
Der Hundeführer darf seinen Hund durchgehend loben.      
Allgemeines:            
Der Scheintäter wie auch der Hundeführer haben sich strickt an die Anweisungen des
Prüfungsleiters zu halten. Wenn es dem Prüfungsleiter erforderlich erscheint, darf er jede
einzelne Übung wiederholen lassen. Das Prüfungsumfeld darf der Prüfungsleiter frei wählen
und gestalten.         
             

ZWP2

 

Zuchtwertprüfung II          
Ruhelage:            
Personen-Gruppe          
Personen-Kreis          
Schüsse (9mm) 2x          
Schirm            
Vorhang            
Umwelttest (vom Prüfungsrichter frei wählbar)      
Reizlage (Schutzdienst):          
(Der Scheintäter trägt aus Sicherheitsgründen einen vollen Schutzanzug).  
Überfall            
Der Hundeführer führt den Hund (unangeleint) am Halsband oder frei bei Fuß auf das
Versteck zu. Der mit einem biegsamen Stock ausgestattete Scheintäter eilt aus dem Versteck
direkt gegen den Hund. Der Hundeführer lässt den Hund auf Anweisung des Prüfungsleiters
los bzw. gibt ihn frei. Der Überfall erfolgt, wenn der Hund ca. 1,5 Meter vom Versteck
entfernt ist. Der Scheintäter geht hart gegen den Hund sperrt oder schlägt ihn aber nicht. Der
Scheintäter darf akustische Vertreibungslaute äußern. Nach dem Einbiss folgen zwei harte
und verzögerte Belastungen auf die unempfindlichen Muskelpartien des Hundes.  
Auf Anweisung des Prüfungsleiters nimmt der Hundeführer den Hund wieder ab.  
Der Hundeführer darf den Hund durchgehend loben.      
Mutprobe            
Der Scheintäter flüchtet über große Distanz. Der Hundeführer schickt den Hund, auf
Anweisung des Prüfungsleiters, unangeleint hinterher. Der Scheintäter macht auf Anweisung
des Prüfungsleiters kehrt und läuft dem Hund direkt und ohne zu stoppen entgegen. Der
Scheintäter darf akustische Vertreibungslaute äußern. Nach dem Einbiss folgen zwei harte
und verzögerte Belastungen auf die unempfindlichen Muskelpartien des Hundes. Erst auf
Anweisung des Prüfungsleiters darf der Hundeführer dem Hund folgen, ihn abnehmen und
ihn anleinen.            
Der Hundeführer darf den Hund durchgehend loben.      
Allgemeines:            
Der Scheintäter wie auch der Hundeführer haben sich strickt an die Anweisungen des
Prüfungsleiters zu halten. Wenn es dem Prüfungsleiter erforderlich erscheint, darf er jede
einzelne Übung wiederholen lassen. Das Prüfungsumfeld darf der Prüfungsleiter frei wählen

und gestalten.

 

         

ZWP3

 

Zuchtwertprüfung III          
Ruhelage:            
Personen-Gruppe, Personen-Kreis, Schüsse (9mm) 2x, Schirm, Vorhang, Umwelttest (vom
Prüfungsrichter frei wählbar)        
Reizlage (Schutzdienst):          
(Der Scheintäter trägt aus Sicherheitsgründen einen vollen Schutzanzug).  
Überfall            
Der Hundeführer führt den Hund unangeleint (am Halsband) oder frei bei Fuß auf ein, zuvor
angewiesenes, Versteck zu.        
Der Hundeführer lässt den Hund auf Anweisung des Prüfungsleiters los bzw. gibt ihn frei.
Der mit zwei biegsamen Stöcken ausgestattete Scheintäter eilt aus dem Versteck direkt auf
den Hund zu und versucht diesen mit harter Belastung zu sperren und zu vertreiben. Der
Scheintäter versucht mit all seinen Mitteln den Hund am Einbiss zu hindern.  
Der Scheintäter darf akustische Vertreibungslaute äußern.    
Nach dem Einbiss folgen zwei weitere, harte und verzögerte Belastungen auf die  
unempfindlichen Muskelpartien des Hundes.      
Auf Anweisung des Prüfungsleiters nimmt der Hundeführer den Hund wieder ab. Der
Hundeführer darf den Hund durchgehend loben.      
Mutprobe Teil 1          
Der mit einer Trainings-Pistole (Kal.9mm) versehende Scheintäter flüchtet über große Distanz
vom Hund weg. Der Hundeführer schickt den Hund, auf Anweisung des Prüfungsleiters,
unangeleint dem Scheintäter hinterher. Der Scheintäter macht auf Anweisung des  
Prüfungsleiters kehrt und läuft dem Hund in direkter Linie so schnell es ihm gelingt entgegen.
Dabei feuert er die Trainings-Pistole zweimal ab. Der erste Schuss soll ca. 10 Meter vor dem
Hund fallen und der zweite Schuss soll unmittelbar vor dem Kontakt mit dem Hund fallen.
Nach dem Einbiss feuert der Scheintäter die Trainings-Pistole zwei weitere mal ab. Erst auf
Anweisung des Prüfungsleiters darf der Hundeführer dem Hund folgen und ihn anleinen.
Der Hundeführer darf seinen Hund durchgehend loben.      
Mutprobe Teil 3          
Der mit einem biegsamen Stock und zwei Kanister ausgestattete Scheintäter flüchtet über
große Distanz vom Hund weg. In den Kanistern befinden sich kleine Steine oder Schrauben
um so eine laute Akustik erzeugen zu können. Der Scheintäter stellt einen Kanister ab und
behält den biegsamen Stock und den Kanister jeweils in einer Hand. Auf Anweisung des
Prüfungsleiters schickt der Hundeführer seinen Hund dem Scheintäter hinterher. Der
Scheintäter erwartet ihn. Kurz vor dem Kontakt mit dem Hund, schießt der Scheintäter dem
Hund einen Kanister direkt entgegen. Geht der Hund durch diese Belastung, versucht der
Scheintäter mit all seinen Mitteln den Hund am Einbiss zu hindern. Beißt der Hund ein,
folgen zwei weitere, harte und verzögerte Belastungen auf die unempfindlichen  
Muskelpartien des Hundes. Erst auf Anweisung des Prüfungsleiters darf der Hundeführer dem
Hund folgen und ihn anleinen.        
Der Hundeführer darf seinen Hund durchgehend loben.      
Allgemeines:            
Der Scheintäter wie auch der Hundeführer haben sich strickt an die Anweisungen des
Prüfungsleiters zu halten. Wenn es dem Prüfungsleiter erforderlich erscheint, darf er jede
einzelne Übung wiederholen lassen. Das Prüfungsumfeld darf der Prüfungsleiter frei wählen

und gestalten.

               Ruhelage

 

Ruhelage Zusammenfassung        
Ruhelageprüfung (Teil der ZWP1, ZWP2 und ZWP3):      
(Der Hund soll sich unbefangen, offen und unbeeindruckt zeigen. Er darf auf  
keinen Fall im Umgang mit den Menschen Aggressionen zeigen.)    
Personen-Gruppe:          
Mindestens 6 Personen stellen ein Menschengedränge nach. Der Hund wird mehrfach durch
die Gruppe geführt. Eine fremde Person der Gruppe streift den Hund beim Vorbeigehen.
Personen-Kreis:          
Mindestens 6 Personen bilden einen großen Kreis um Hund und Hundführer. Auf Weisung
des Leistungsrichters gehen alle schnell auf den Hund zu, bis sie Körperkontakt mit dem
Hund haben.            
Schüsse:            
Eine neutrale Person schießt zweimal (2x) mit einer 9mm Trainingspistole, während der zu
prüfende Hund, auf die Person zugeführt wird. Der erste Schuss wird auf eine Entfernung von
ca. 10 Metern und der zweite auf eine Entfernung von ca. 3 Metern abgegeben.  
Schirm:            
Eine neutrale Person öffnet einen Schirm während der Hund an ihm vorbei geführt wird.
Vorhang:            
Der Hund muss deutlich vor dem Hundeführer durch einen undurchsichtigen  
Vorhang/Plane/Decke etc. gehen. (Es ist auch möglich das zwei Personen dem Hund entgegen
gehen und eine Plane oder Decke über den Hund ziehen.)    
Umwelttest:            
Es handelt sich um eine Übung die vom Prüfungsleiter frei zu wählen ist. Bei diesem Test
wird Wert auf eine Situation gelegt, die der Hund sicher nicht geübt hat.  
Allgemeines:            
Alle Helfer wie auch der Hundeführer haben sich strickt an die Anweisungen des  
Prüfungsleiters zu halten. Wenn es dem Prüfungsleiter erforderlich erscheint, darf er jede
einzelne Übung wiederholen lassen. Das Prüfungsumfeld darf der Prüfungsleiter frei wählen
und gestalten.          





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